Fort- und Weiterbildung: Fahrten zur Hochschule sind keine Betriebsausgaben

Aufwendungen im Zusammenhang mit den Fahrten z.B. zu einer Hochschule können nicht als Betriebsausgaben bei den Einkünften aus selbstständiger Arbeit abgezogen werden, wenn die Hochschule als Betriebsstätte anzusehen ist (FG Niedersachsen 4.1.12, 4 K 211/11, nrkr.). Streitig ist, ob eine Ausbildungsstätte als Betriebsstätte anzusehen ist. Die Klägerin, eine von zuhause aus selbstständig tätige technische Zeichnerin, absolvierte berufsbegleitend ein Vollzeit-Ingenieurstudium an einer Fachhochschule, um später als Innenarchitektin zu arbeiten. Seit Aufnahme des Studiums erzielte sie nur noch geringe Einkünfte aus ihrer Tätigkeit als technische Zeichnerin. Bei den Fahrten zur Fachhochschule machte sie Fahrtkosten zur Fachhochschule (0,30 EUR/km) und Verpflegungsmehraufwendungen wegen mehr als achtstündiger Abwesenheit von der Wohnung und der regelmäßigen Betriebsstätte als Reisekosten geltend. Das FA vertrat die Ansicht, dass die Fachhochschule als regelmäßige Arbeitsstätte der Klägerin anzusehen sei. Deswegen verminderte es die Fahrtkosten und verweigerte den Abzug der Verpflegungsmehraufwendungen. Das FG Niedersachsen gab dem FA recht: Nach ständiger Rechtsprechung des BFH ist der Betriebsstättenbegriff des § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6 S ...Zum vollständigen Artikel

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