Wachstum schwächt sich ab – Indische Regierung muss reagieren und will neue Investitionen anlocken

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Nach jahrelangen Erfolgsmeldungen betreffend das Wirtschaftswachstum Indiens hörte man zuletzt verstärkt kritischere Töne: Das Wachstum in Indien kühlt sich merklich ab.

Rückgang des Wirtschaftswachstums – Steigerung der Inflation

Nach jüngsten Berechnungen von Ökonomen soll sich das Wachstum für das am 31.03.2012 endende Fiskaljahr auf nur noch maximal 7 % belaufen. Für Indien bedeutet dies einen der schlechtesten Werte der vergangenen Jahre.

Die nach wie vor hohe Inflation (sie liegt aktuell bei über 9%) löst vor diesem Hintergrund einer sich abkühlenden Wirtschaftsleistung Besorgnis aus. Um einer weiteren Steigerung der Inflation entgegenzuwirken, hat die indische Zentralbank seit März 2010 bereits 13-mal den Leitzins angehoben.

Kritik an indischer Regierung

Der Regierung unter Premierminister Manmohan Singh wurde zuletzt immer häufiger ein zu zaghaftes Handeln vorgeworfen. Gleich zwei sowohl in Indien als auch im Ausland mit Spannung erwartete Reformvorhaben sind ins Stocken geraten: die geplante Öffnung des Einzelhandels für ausländische Unternehmen insbesondere im Hinblick auf den sog. „multi-brand-retail“ und der Kampf gegen die Korruption. Von den etwa 200 Gesetzen, die die Regierung Singh seit ihrer Wiederwahl im Jahre 2009 angekündigt hat, wurden bislang lediglich 57 verwirklicht – im Jahre 2011 konnte kein einziges größeres Reformvorhaben auf den Weg gebracht werden.

Dass es akuten Handlungsbedarf gibt, steht außer Frage. Und daher wurde zuletzt auch eine ganze Reihe von Maßnahmen gemeldet, die das Investitionsklima wieder verbessern sollen.

Börse für ausländische Privatinvestoren geöffnet

So ist es seit dem 15. Januar 2012 nun auch „qualifizierten ausländischen“ Privatinvestoren gestattet, Aktien von indischen Unternehmen zu kaufen. Wollten ausländische Privatinvestoren bislang Aktien erwerben, war dies nur indirekt über Investmentfonds oder über institutionelle Finanzvehikel möglich ...

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