Das kleinste Kleinzitat

Peter Raue machte sich in der GRUR 2011, S. 1088-1090 Gedanken über sprichwörtliche Zitate aus Anlass der notorischen Abmahnung der Valentin-Erben (�Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit�). Ein Kunsthaus hatte Zitate zur Kunst zusammengestellt. Der Sprachschatz der Menschen in Deutschland, so sie überhaupt mit Sprache umgehen wollen, ist gespickt mit zeitgenössischen Zitaten: �Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.� (Gorbatschow), �Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.� (Loriot), �Kleiner Mann was nun?� (Fallada), �Die Hölle, das sind die anderen.� (Sartre), �Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.� (Erich Kästner), �Es gibt kein richtiges Leben im falschen.� (Theodor W. Adorno), �Jeder Mensch ist ein Künstler.� (Beuys), �Alles, was mich interessiert, ist Geld.� (Dalí). Endlos könnte man diese Beispiele ergänzen, Sätze, die unser Leben, unser Sprechen, unser Schreiben und Denken durchwirken. Zunächst entsteht mit Blick auf Rechtsprechung und (eine ziemlich undeutliche) Literatur der Eindruck, dass all diesen zu Sprichwörtern geronnenen Zitaten der Mantel des Urheberrechtschutzes umgehängt ist, mit der Folge, dass keines dieser Zitate verwendet werden darf, wenn deren Verwendung nicht als Belegstellen i.S. von § URHG § 51 UrhG ausnahmsweise zugelassen ist. Ist diese Erkenntnis richtig, dann sind wir ein Volk von Urheberrechtsverletzern, wie wir Empfänger von �Verwarnungen� wegen Falschparkens sind ...Zum vollständigen Artikel

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