Risiko Holzprodukte? Abmahnungen aufgrund hoher Formaldehyd-Werte

Mobiliar, Laminatböden, Wandvertäfelungen: In vielen Wohn- und Gewerberäumen finden sich zahllose Gegenstände, die aus Spanplatten und verwandten Holzprodukten hergestellt wurden. Die meisten davon enthalten Formaldehyd, und genau darauf haben es derzeit offensichtlich die Abmahnsportler abgesehen. Händler, die solche Produkte vertreiben, sollten sich daher über die Einhaltung der gängigen Grenzwerte vergewissern.

Formaldehyd

Formaldehyd (CH2O) ist ein wichtigster Ausgangsstoff zur Herstellung chemischer Verbindungen und dementsprechend in zahllosen modernen Industrieprodukten vertreten. In Spanplatten und ähnlichen Produkten (MDF-Platten, Sperrholz etc.) ist es meist im Klebstoff enthalten – und damit auch in allen aus diesem Material hergestellten Produkten. Diese geben das Formaldehyd im Laufe der Zeit durch Ausgasung an die Umgebungsluft ab.

Formaldehyd ist jedoch auch nicht ungefährlich: Ab einer bestimmten Konzentration ist es neben seiner toxischen Wirkung auch krebserregend, ferner kann es sich nachhaltig negativ auf das zentrale Nervensystem auswirken und Allergien auslösen. Aus diesem Grund sind für bestimmte Holzprodukte strenge Grenzwerte für Formaldehyd vorgesehen (vgl. § 1 ChemVerbotsV i.V.m. Anhang zu § 1 ChemVerbotsV).

Juristisches Risiko

Der IT-Recht Kanzlei liegt aktuell eine Abmahnung vor, in der ein zu hoher Formaldehydgehalt in der Spanplatten-Unterkonstruktion eines Kratzbaums bemängelt wird ...

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