OLG Nürnberg: Zugbegleiter sind kein Wachpersonal für Betrunkene

Wer einen Zug nicht durch die Tür, sondern durch ein Fenster verlässt, tut dies auf eigenes Risiko. Der Schaffner ist nicht verantwortlich und muss auch alkoholisierte Fahrgäste nicht ständig bewachen, heißt es in einem jetzt schriftlich veröffentlichten Urteil des Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg (AZ: 14 U 852/10), auf das am Donnerstag, 26.01.2012, die Deutsche Anwaltshotline in Nürnberg aufmerksam gemacht hat.

Im entschiedenen Fall hatte ein Jugendlicher die Regionalbahn bestiegen, um nach Hause zu fahren. Nach reichlichem Alkoholkonsum führte er sich recht unflätig auf und urinierte in einen Abfallbehälter. Während empörte Mitreisende den Schaffner alarmierten, versank der junge Mann in tiefen Schlaf und war auch vom Zugbegleiter nicht mehr zu wecken. Irgendwie wachte der Jugendliche dann aber doch wieder auf und versuchte, an einem Haltepunkt den Zug durch die dem Bahnsteig abgewandte Seite zu verlassen ...

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