Freies Wissen: Verlage verklagen Bibliothek der ETH Zürich

Wissenschaft lebt vom weltweiten Austausch, insbesondere durch Publikationen. «Open Access» fördert diesen Austausch durch freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und verhindert unter anderem, dass Wissen privatisiert und die Allgemeinheit selbst finanziertes Wissen zurückkaufen muss. Die Digitalisierung fördert «Open Access»-Publikationen und die Forderung, mit öffentlichen Mitteln finanzierte Publikationen frei zugänglich zu veröffentlichen, gewinnt an Gewicht. Wissenschaftliche Verlage sind dadurch in ihrem bisherigen Geschäftsmodell bedroht und versuchen deshalb nicht nur «Open Access»-Bestrebungen zu sabotieren, sondern auch den freien Zugang zu Wissen über Bibliotheken zu verhindern.

Ein aktuelles Beispiel aus der Schweiz beschreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ):

«[…] [D]ie Wissenschaftsverlage Elsevier, Thieme und Springer eine Klage beim Zürcher Handelsgericht eingereicht, mit welcher der ETH-Bibliothek verboten werden soll, ihren Dokumentenlieferdienst in der heutigen Form weiterzuführen. Über diesen Dienst können Kunden der ETH-Bibliothek die elektronische Zusendung von Artikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften verlangen. Die Kopien dürfen nur für den internen Gebrauch verwendet und nicht weitergegeben werden. Zudem entrichtet die ETH-Bibliothek der Verwertungsgesellschaft Pro Litteris eine jährliche Vergütung. Die klagenden Verlage wollen diese Dienstleistung mit der Begründung verbieten, dass sie diese Artikel selbst online anbieten, allerdings in der Regel für ungefähr 30 Euro pro Artikel, ein Vielfaches dessen, was der Bezug durch die ETH-Bibliothek kostet ...

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