Callcenterprofi barmt: Trillerpfeifen-Angriff ein Fall für den Staatsanwalt

Autor Alexander Jünger des Callcenter-Fachblattes Callcenterprofi sorgt sich. Er möchte bösartige bei Telefonwerbung endlich durch die Strafverfolgungsbehörden aufgeklärt und geahndet wissen.

Nein, er meint nicht kriminelle Werber. Er meint die genervten Angerufenen. Aber der Reihe nach.

Unter der Überschrift "Bei Anruf Körperverletzung" berichtet das Fachblatt der deutschen Telefonwerbeindustrie über Angriffe von Personen, die von Callcentern angrufen wurden und sich per Trillerpfeife zur Wehr setzten.

Sauer stößt Atuor Jünger insbesondere auf, dass RTL-Moderator Steffen Hallaschka in der Sendung Stern-TV etwas flapsig meinte, gegen Telefonterror solle ja auch ein beherzter Pfiff in die Trillerpfeife helfen, sofern man es mit Menschen am Telefon zu tun habe. Man mag über derartige Tipps zu Recht streiten; der Antispam e.V. rät von solchen Mitteln jedenfalls ab, weil sie für wenig sinnvoll und rechtlich grenzwertig gehalten werden. ich teile diese Auffassung.

Jünger berichtet nun über die angeblichen Folgen einer ähnlichen Aufforderung in einer früheren Stern-TV-Sendung:

Bereits zwei Tage später waren zwei dokumentierte Fälle bekannt, in denen Agents tatsächlich mit derartigen Lärmattacken angegriffen wurden und sich in Folge dessen in ärztliche Behandlung begeben mussten.

"Lärmattacken" also. Der Geschäftsführer der UniCredit Direct Services lässt sich zitieren unter anderem wie folgt:

Auch im Call Center der UniCredit Direct Services hat es derartige Vorfälle gegeben, die zu Knalltraumata, Tinnitus und Hörstürzen in der Belegschaft führten. Einige gehen mit Hörgeräten weiter ihrer Beschäftigung nach – andere konnten danach nicht mehr im Call Center arbeiten ...
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