Wohnungsvermietung oder Beherbergungsstätte

Wenn Mietverträge mit einer Nutzungsdauer von drei bis acht Monaten für Wohnungen bestehen und hoteltypische Dienstleistungen nur in einem eingeschränkten Umfang erbracht werden, hat die Vermietung daher nicht das Gepräge einer Beherbergungsstätte. Vielmehr besteht für die Mieter die Möglichkeit der eigenständigen Haushaltsführung und der unabhängigen Gestaltung des häuslichen Wirkungskreises, weshalb man bei dieser Sachlage von einem “Wohnen” und nicht von einer “Beherbergung” in den Apartments sprechen kann.

Mit dieser Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Eilverfahren gegen die Nutzungsuntersagung entschieden. Das Bezirksamt Mitte von Berlin hatte der Antragstellerin sofort vollziehbar untersagt, elf näher bezeichnete Wohnungen in der Wilhelmstraße als Beherbergungsstätte zu nutzen. Anlass des behördlichen Einschreitens waren Beschwerden über Lärmbelästigungen und andere negative Begleiterscheinungen der Nutzung von Wohnungen im allgemeinen Wohngebiet in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors ...

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