Mutmaßlicher Brudermord vor dem Würzburger Landgericht

Die Tatwaffe wurde nicht gefunden, die Staatsanwaltschaft vermutet ein Brecheisen: Weil er seinen Bruder erschlagen haben soll, sitzt ein 54 Jahre alter Winzer aus Dettelbach (Kreis Kitzingen) wegen Mordes vor dem Schwurgericht in Würzburg auf der Anklagebank.

Der Angeklagte, der in blauer Anstaltskleidung vorgeführt wurde, machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Nicht einmal zu seinem Lebenslauf und zu seinen persönlichen Verhältnissen will er vor Gericht Angaben machen: „Er bezieht sich auf das, was er dem Psychiater gesagt hat“, so sein Verteidiger Hanjo Schrepfer (Würzburg).

Die Anklageschrift des mutmaßlichen Brudermordes liest sich wie das Drehbuch zu einem Fernsehkrimi. Beide Männer wohnten auf einem weitläufigen Grundstück in Dettelbach, der ältere Bruder hatte seine Wohnung in einer ehemaligen Landmaschinenhalle. Dort soll der Angeklagte am 27. oder 28. Januar 2011 zunächst das Tor aufgehebelt und dann die von innen versperrte Wohnungstür eingeschlagen haben.

Aufgrund von Blutspuren gehen die Ermittler davon aus, dass der Bruder sich im Kleiderschrank versteckt hatte und dort getötet wurde ...

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