Bundesnetzagentur veröffentlicht Eckpunktepapier zu "Smart Grid" und "Smart Market"

Zu Beginn des Jahres veröffentlichte die Bundesnetzagentur ein Eckpunktepapier zu den Aspekten des sich verändernden Energieversorgungssystems. Mit den in diesem Eckpunktepapier enthaltenen Leitgedanken und Thesen verfolgt sie u.a. das Ziel, der aus ihrer Sicht ausufernden Verwendung des Begriffs "Smart Grid" sprachlich Einhalt zu gebieten. Sie plädiert dafür, den Begriff "Smart Market" einzuführen, um so einer Vermischung von Netz- und Marktthemen entgegenzuwirken. Diesem "Smart Market" Bereich werden insbesondere "Smart Meter", d.h. intelligente Messsysteme zugeordnet.

In Zukunft wird die Nutzung von Energie aus regenerativen Quellen immer wichtiger werden. Dies gilt umso mehr, als dass nach dem zum 6.8.2011 in Kraft getretenen Dreizehnten Änderungsgesetz zum Atomgesetz das letzte deutsche Atomkraftwerk bis spätestens zum 31.12.2022 vom Netz genommen werden soll. Dabei betrug noch im Jahr 2010 der Anteil von Kernenergie am Bruttostromverbrauch ca. 23 %. Um die wetterbedingten natürlichen Schwankungen abzufedern, denen die Energieproduktion aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne ausgesetzt ist, sollen die Stromnetze zu "intelligenten" Netzen (sog. Smart Grids) ausgebaut werden. In solchen Smart Grids werden Stromerzeuger, Verbraucher, Speicher sowie Netzbetriebsmittel vernetzt und tauschen Steuerungsinformationen aus. Durch diese Steuerungsinformationen können energieintensive Prozesse wie z.B. das Laden der Batterie eines Elektroautos in Spitzenlastzeiten abgeschaltet oder in Zeiten eines Überangebotes von Energie aus regenerativen Quellen als zusätzliche Energieverbraucher gezielt hinzugeschaltet werden. Auf diese Weise kann nicht nur die Energieproduktion der Nachfrage, sondern durch gezieltes ab- oder hinzuschalten von Energieverbrauchern in gewissem Maße auch die Nachfrage der Energieproduktion angeglichen werden (sog. Demand-Side-Management) ...

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