OLG Düsseldorf bezeichnet Filesharing-Abmahnung als “völlig unbrauchbare anwaltliche Dienstleistung”

Konkret ging es in diesem Fall um die Bewilligung von Prozesskostenhilfe. Die Frau war zuvor wegen Filesharing abgemahnt worden. Im Urteil spricht das OLG Düsseldorf einige interessante Punkte an.

Das OLG Düsseldorf stellte in seinem Urteil fest, dass eine zu pauschal formulierte Abmahnung unwirksam ist. Die Richter gehen gar so weit, die Abmahnung als “völlig unbrauchbare anwaltliche Dienstleistung” zu bezeichnen, für die keinerlei Abmahngebühren verlangt werden könnte.

Getauschte Musikstücke hätten bezeichnet werden müssen

Nach Auffassung der Richter genügt die Abmahnung durch die Kanzlei Rasch nicht den Mindestanforderungen. So hätten in der Abmahnung Beweise für die Rechteinhaberschaft vorgebracht werden müssen. Das bloße Abmahnen des Anbietens eines Musikwerks im Internet genügt nicht. Der Abmahnende sollte stets darlegen, dass er auch tatsächlich die entsprechenden Rechte an dem abgemahnten Werk hat. Werden mehrere Rechteinhaber durch eine Kanzlei vertreten, muss es möglich sein die Werke den Berechtigten zuzuordnen.

Auch äußerte sich das Gericht zur Abgabe von vorgefertigten Unterlassungsverpflichtungserklärungen ...

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