Freie Stellenauswahl gibt es nur mit Prädikat - 100 000 Euro Einstiegsgehalt für Juristen möglich

Es vergeht wohl kein Monat an dem nicht irgendein Karriereteil eines Qualitätsblatts einer Zeitung mit den Jobchancen von Juristen aufmacht bzw. zur Bedeutung des Prädikatsexamens Stellung nimmt. Auch die Information über 6-stellige Einstiegsgehälter in der Großkanzlei darf nicht fehlen. Am heutigen Tag war Springers Hamburger Abendblatt gleich zweimal am Zuge: Hier und hier! Zum ersten Artikel: Der Artikel schafft es schon im Teaser das volle Programm feilzubieten:
Jura-Absolventen können überall landen: in Rechtsabteilungen, Kanzleien, im Taxi. Mit "vollbefriedigend" steht Einsteigern alles offen.
Aber mit diesen Erkenntnissen nicht genug, es folgt noch ein ganzer Artikel für den gleich zwei Autoren verantwortlich zeichnen. Gut, der Artikel besteht effektiv aus der Zusammenstellung von Interviews mit dem Hauptgeschäftsführer der RAK, einer Dame einer "Vergütungsberatung", dem Geschäftsführer des Berliner Anwaltsvereins, einer Anwältin einer Berliner WP-Gesellschaft und eines Managing Partners einer Anwaltskanzlei. Insoweit entlasten sich die Autoren wohl einfach mit der Collage von Wortfetzen ohne tiefere Bewertung. Die ersten beiden Interviewpartner dürfen dann auch berichten
"Wer in beiden Staatsexamina ein 'vollbefriedigend' oder besser erreicht, muss sich um seinen Berufseinstieg keine Sorgen machen" (...) "Doch das schaffen nur etwa zehn Prozent."
"Absolventen mit Prädikatsexamen können sich in der Regel aussuchen, ob sie bei einer großen Anwaltskanzlei, in der Industrie oder doch lieber beim Staat arbeiten möchten"
Ach nee, klar! Das Klischee des Taxifahrers muss aber sogar vom RAK Geschäftsführer bemüht werden.
"Es gibt auch den sprichwörtlichen Taxifahrer unter den Juristen."
Wobei nicht ganz klar ist, was nun der "sprichwörtliche Taxifahrer" sein soll ...Zum vollständigen Artikel

  • Freie Stellenauswahl gibt es nur mit Prädikat

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  • 100 000 Euro Einstiegsgehalt für Juristen möglich

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