Das "Münchener Modell"

Das "Münchener Modell " nutzt die unterschiedlichen Kündigungsmöglichkeiten, die bei Mietwohnungen einerseits und umgewandelten Eigentumswohnungen andererseits bestehen. Bei einer Umwandlung einer vermieteten Wohnung in Wohnungseigentum ist der Mieter je nach regionaler Lage zwischen drei und zehn Jahren vor Eigenbedarfskündigungen geschützt (§ 577a BGB). Kaufen dagegen mehrere Person als Gesellschafter einer GbR ein Miethaus und wandeln die Wohnungen erst nach einer ausgesprochenen Eigenbedarfskündigung in Wohneigentum um, gelten die normalen gesetzlichen Kündigungsfisten des § 573c BGB. Mit seiner Entscheidung vom 16. Juli 2009 hat der Bundesgerichtshof das "Münchener Modell" sanktioniert (BGH, Urteil vom 16.Juli 2009 - VIII ZR 231/08). Danach findet auf eine Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses durch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts wegen Eigenbedarfs eines Gesellschafters die Kündigungsbeschränkung des § 577a BGB keine Anwendung, wenn nach der Kündigung Wohnungseigentum der Gesellschafter begründet wird ...Zum vollständigen Artikel


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