Kuriose Rechtsfälle: Nächtliches Fax verletzt Katze

Als Auftakt zum Wochenende ein kurioser Rechtsfall aus der Vergangenheit:

Ein Katzenhalter zog vor das Amtsgericht Regensburg (AZ: 4 C 4376/98) und begehrte Schadenersatz, weil sein Telefon wegen eines zur Nachtzeit eingehenden Faxes geklingelt hatte, er daraufhin aus dem Schlaf erschreckt und zum Telefon geeilt sei, wodurch seine Katze vor Schreck vom Kratzbaum gesprungen sei und sich hierdurch verletzt habe.

Seine Klage auf Erstattung der Heilbehandlungskosten für seine Katze gegen den Versender des Faxschreibens hatte allerdings keinen Erfolg.

Aus den Entscheidungsgründen:

Die zulässige Klage ist unbegründet, da dem Kläger keine Schadensersatzansprüche bezüglich der Verletzung seiner Katze zustehen.

Als alleinige Anspruchsgrundlage kommt vorliegend § 823 BGB in Betracht.

Schadensersatzansprüche nach § 823 I BGB scheiden zum einen bereits deshalb aus, da insoweit nicht mehr der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen der Handlung der Beklagten und dem Schaden auf Seiten des Klägers gegeben ist. Der eingetretene Verletzungserfolg kann der Beklagten nicht mehr zugerechnet werden. Darüberhinaus fehlt es auch an der für einen Schadensersatzanspruch erforderlichen schuldhaften Verursachung der Verletzung ...

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