Kein Münz-Mallorca für Minderjährige

Immer wieder erstaunlich, mit was das Bundesverfassungsgericht sich so alles beschäftigen muss.

Gemäß § 4 des Gesetzes zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung darf Minderjährigen die Benutzung von Anlagen nach § 3 zur Bestrahlung der Haut mit künstlicher ultravioletter Strahlung in Sonnenstudios, ähnlichen Einrichtungen oder sonst öffentlich zugänglichen Räumen nicht gestattet werden.

Ein 1994 geborenes Mädchen erhob dagegen Verfassungsbeschwerde, denn es gebe keine allgemeine Pflicht der Verfassung, gesund oder vernünftig zu leben. Ihre Eltern schlossen sich an, sie rügten die Verletzung ihres Elterngrundrechts aus Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG, weil der Eingriff nicht verhältnismäßig sei.

Die Verfassungsbeschwerde wurde nicht angenommen. Das Nutzungsverbot sei zur Verfolgung des Ziels (Schutz vor schädlicher UV-Strahlung) geeignet , erforderlich und verhältnismäßig im engeren Sinne.

Mit Rücksicht auf den gebotenen Schutz der Minderjährigen, ihre mangelnde Einsichtsfähigkeit und Reife sind deshalb seit langem verschiedene Regelungen auch zum Schutz der Minderjährigen vor Selbstgefährdung und Selbstschädigung in der Rechtsordnung etabliert ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK