Unmut bleibt, Klage zurückgenommen

Knapp 160 von 190 Arbeitsplätzen konnten gerettet werden, als der französische Faurecia-Konzern vor knapp 3 Jahren die Firma ATY in der Lohrer Lindig-Siedlung übernahm. Einige der Arbeiter des Automobil-Zulieferers, die damals nicht übernommen wurden, sind frustriert und fühlen sich von ihrer Gewerkschaft falsch beraten. Ein 57-jähriger ehemaliger Staplerfahrer der ATY hat jetzt die IG Metall auf 10.000 Euro Schadensersatz verklagt. Allerdings ohne Erfolg: Nach zweistündiger Verhandlung nahm der Mann vor dem Würzburger Landgericht auf Anraten seines Anwalts die Klage zurück.

„Es hat halt leider nicht für alle gereicht“, fasste Gewerkschaftssekretär Matthias Gebhardt von der IG Metall aus Aschaffenburg die Verhandlungen im Frühjahr 2009 mit dem französischen Faurecia-Konzern zusammen. Er hatte den ATY-Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung am 6. April 2009 geraten, möglichst vollzählig in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln, um dadurch so viele ihrer Arbeitsplätze wie möglich beim ATY-Käufer Faurecia zu erhalten.

„Das war ein politischer Rat. Ich habe aber garantiert zu niemandem gesagt, dass er unterschreiben muss“, so Gebhardt. Die Faurecia habe als Bedingung für die Übernahme der ATY gefordert, dass mindestens vier Fünftel der Belegschaft in die Beschäftigungsgesellschaft wechselt: „Und es war nicht so, dass wir mehrere Interessenten hatten. Vorher hatte sich nach der Insolvenz der ATY monatelang nichts getan. Wir hatten keine Möglichkeit, mehr zu erreichen ...

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