Schmerzensmänner – Zwischen Schlappschwanz und potentiellem Vergewaltiger…

…scheint sich das feministische Männerbild in seinen Extremen zu bewegen. Zumindest legen das einige aktuelle Artikel und Blogeinträge aus jüngster Zeit nahe.

Nina Pauer beklagt in Ihrem Artikel auf Zeit-online sowie auch in Ihrem Blog „Die Schmerzensmänner“. Kerninhalt des Artikels. Der neue sensible und weichgespülte Mann kriegt es vor lauter Selbstreflektiertheit bei den Frauen nicht meht gebacken;

„Was als eine begrüßenswerte Mentalitätsreform des alten Männerbildes begann, hat inzwischen groteske Züge angenommen. Das eigene Leben reflektierend und ständig bemüht, sein Handeln und Fühlen sensibel wahrzunehmen, nach außen zu kehren und zu optimieren, hat er sich auf einer ewigen Metaebene verheddert, von der er nicht wieder herunterkommt.

Die erfolgreiche Kommunikation mit seinem weiblichen Gegenüber, in Liebesdingen ohnehin notorisch unwahrscheinlich, ist damit noch ein Stück weiter in Richtung Unmöglichkeit gerückt. Denn auf die junge Frau wirkt die neue männliche Innerlichkeit, das subtile Nachhorchen in die tiefsten Windungen der Gefühlsregungen schrecklich kompliziert. Und auf die Dauer furchtbar unsexy.“

Unsexy also. Besonders bemängelt Frau Pauer, dass der neue Mann es offenbar nicht meht hinbekommt eine Frau vernünftig zu küssen:

„Der junge Mann spricht nur nachts, betrunken, direkt zu ihr. Er sei verletzt worden in der Vergangenheit, er wolle seinerseits nicht verletzen, erklärt er mit ernstem Blick. Und schafft es danach schließlich doch noch, die junge Frau kurz zu küssen, nur um sich danach sofort für seine plumpe Hemmungslosigkeit zu entschuldigen. Die nächsten Treffen werden verkrampft. Spiegeln gleich stehen sich die Geschlechter gegenüber und hyperreflektieren ihre Beziehung zu Tode, bevor sie überhaupt angefangen hat. Die Körper haben keine Chance gegen ihre Köpfe, die junge Frau geht ...

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  • Geschlechterrollen: Die Schmerzensmänner

    zeit.de - Heute tragen die jungen Männer Bärte und spielen Gitarre. Sie sind lieb, melancholisch und sehr mit sich selbst beschäftigt. Für die Frauen wird das zum Problem.

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