Vereinsboss wirft nach Fanprotesten das Handtuch: keine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld

Wirft ein Vorstandsvorsitzender eines Fußballvereins wegen massiver Fanproteste das Handtuch, darf die Arbeitsagentur gegen den nunmehr arbeitslosen Vereinschef keine Sperrzeit auf das Arbeitslosengeld verhängen. Denn die Beschimpfungen und persönlichen Bedrohungen durch Fußballfans können ein wichtiger Grund sein, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, entschied das Landessozialgericht (LSG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Dienstag, 17. Januar 2011, veröffentlichten Urteil (AZ: L 1 AL 90/10).

Geklagt hatte ein ehemaliger Vorstandsvorsitzender eines Fußballvereins, welcher 2007 und 2008 eine Profi-Fußballmannschaft unterhielt. Als die Fußballer allerdings nicht den Aufstieg in die Dritte Liga schafften, hagelte es Proteste und persönliche Bedrohungen von enttäuschten Fußballfans. Beschimpfungen wie „Vorstand raus“ und das Anbringen von entsprechenden Plakaten in der Innenstadt sollten Druck auf den Vereinsvorstand machen ...

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