Bayern-Fan zum wiederholten Mal auf der Anklagebank

Es geht um viel für einen vorbestraften 29-jährigen Anhänger des FC Bayern München im Prozess vor dem Würzburger Amtsgericht: Das Mitglied des Ultra-Fanclubs „Schickeria München“ ist nach einer Attacke von über 50 Bayern-Fans auf Polizeibeamte am Würzburger Hauptbahnhof wegen Landfriedensbruch und Beihilfe zur Gefangenenbefreiung angeklagt. Es komme aber auch eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung in Betracht, sagte Richter Peter Wohlfahrt nach den ersten beiden Verhandlungstagen.

Das in der Anklage beschriebene Geschehen spielte sich auf Gleis 22 des Würzburger Bahnhofs bereits am 22. August 2009 ab: Nachdem eine gut 150 Mann starke Gruppe Bayern-Fans – überwiegend Mitglieder der als gewaltbereit bekannten Ultra-Gruppierung „Schickeria“ - auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Mainz in einem Regionalexpress randaliert und Sachbeschädigungen begangen hatten, wollten 6 oder 7 Beamte der Bundespolizei im Zug kontrollieren. Doch dazu kam es nicht: Die Türen der Waggons wurden von innen blockiert, ein Beamter wurde von einem Bayern-Fan ins Gesicht geschlagen und gegen den Oberkörper getreten.

Dem heute 41-jährigen Polizisten gelang es, den Angreifer auf den Bahnsteig zu zerren und dort am Boden zu fixieren, dann stürzte eine ganze Gruppe Bayern-Fans – auf den Überwachungsvideos vom Bahnsteig sind gut zwei Dutzend zu sehen – aus dem Zug, umringten den Beamten, schlugen und traten auf ihn ein und befreiten den Festgenommenen. „Ich wollte ihm Handfesseln anlegen, aber die Masse hat ihn befreit ...

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