Ken Jebsen, Superstar (featuring Arbeitsgericht Potsdam)

Ken Jebsen (der zum Glück nicht wirklich so bescheuert heißt) hat geklagt, in Postdam, beim Arbeitsgericht.

Falls Sie nicht sofort wissen, um wen es hier geht (seinen echten Namen kennen wir auch nicht):

Der Ken ist ein Radiomoderator. Er war mal einer im richtigen Radio (jetzt eher im Netz), beim RBB. Grund des Streits, der letztes Jahr ausbrach, ist, dass eben der RBB (übrigens ebenfalls leicht namensverwirrt, daher auch als rbb bekannt – obwohl sich bei „Rundfunk Berlin-Brandenburg“ eigentlich nur große Anfangsbuchstaben der großen Art regen, aber lassen wir das mal) sich nach der offiziellen Sprachregelung von ihm „getrennt“ hat.

Der Grund für die „Trennung“ lässt sich hier kaum abschließend aufarbeiten, denn das Internet quillt damit ohnehin über (suchen Sie mal auf Google nach „Ken Jebsen“ UND „Henryk M. Broder“).

Letztgenannter ist indirekt auch irgendwie ein Grund für die Kündigung.

Denn auf seinem Blog „die Achse des Guten“ hatte er schlicht die E-mail abgedruckt, die Ken ihm geschrieben hatte – genauer gesagt, hatte Broder den Ken nach einem Beitrag um eine Stellungnahme ersucht. Einem Beitrag von Ken, den man als antisemitisch und dämlich einstufen könnte (Broder war dezidiert dieser Meinung). Kens Antwort war ziemlich oberpeinlich, der Satz, der traurigste Berühmtheit hat, lautete wörtlich:

„ich weis, wer den holocaust als PR erfunden“ [sic!]

Auch der Dienstherr hatte ja Probleme mit der Groß-/Kleinschreibung, zumindest mit der, also geschenkt.

Da kann man nicht viel sagen, und sei es nur, weil dem einem vielleicht erst einmal die Spucke wegbleibt oder dem anderen schlecht wird – aber wer so etwas bemerkenswert Dämliches schreibt, eröffnet natürlich eine neue Kategorie des geistigen Bodennebels, wenn er so ein Zeug ausgerechnet an Henryk Broder schreibt ...

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