VG München: Fischereirecht vs. Erlaubnis zur Einleitung Niederschlagswasser in den Starnberger See

Am 24. Januar 2012 verhandelt das VG München den Rechtsstreit um eine vom Landratsamt Weilheim-Schongau [v.d.d. Freistaat Bayern] an eine Kraftwerk GmbH erteilte beschränkte Erlaubnis zum Einleiten von Niederschlagswasser in einen Bach,der in den Starnberger See fließt. Die Kläger wehren sich dagegen, da sie befürchten, dass ihr Fischereirecht im Starnberger See u.a. durch Verschmutzungen beeinträchtigt wird.

Quelle: Terminmitteilung VG München 3.1.2012

Anmerkung: Die Geschichte der Fischerei am Starnberger See ist so alt wie die Siedlungsgeschichte des Seegebietes, also rund 30.000 Jahre. Bei einer der ältesten Siedlungsstätten der Gegend, auf der Roseninsel, wurde bei archäologischen Grabungen nicht nur ein bronzener Angelhaken entdeckt. 1989 wurde ebenfalls bei der Roseninsel ein Einbaum aus dem 8. oder 9. Jahrhundert v. Christus geborgen. Angeln und Fischen mit Netz sowohl als Sport wie zum Nahrungserwerb werden am Starnberger See privat wie gewerblich bis heute betrieben. Die meisten ansässigen Fischer verbindet eine lange Familientradition mit ihrem Beruf. Sie wohnen häufig noch in den historischen Höfen entlang des Ufers, die in manchen Fällen die überlieferten Zunftzeichen mit dem Jahr der Aufnahme in die Zunft tragen.

Während die früheren Siedler nach Bedarf frei fischen konnten, ließen die bayerischen Adelshäuser ab etwa 1000 n. Chr. die Fischerei durch Leibeigene gegen Abgaben betreiben. Später traten die bayrischen Herzöge die Fischrechte an Landherren oder Klöster ab ...

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