FAQ zu AGB – Besser gar keine als zusammengeklaute

“Die habe ich mir von verschiedenen Mitbewerbern wahllos zusammenkopiert.”

Diese Auskunft erhalten wir oft, wenn wir einen Mandanten fragen, warum er welche Klauseln in seinen AGB verwendet. Werden wir mit der Prüfung eines Internetshops oder der Vertragsgestaltung eines neuen Geschäftsmodells beauftragt, kann ein Blick auf die bisherigen, vom Mandanten selbst erstellten AGB dabei helfen, die Bedürfnisse des Mandanten zu erkennen und welchen Reglungsgehalt er für die Verträge wünscht.

Welchen Sinn haben AGB?

Die ernüchternde Antwort offenbart andere Motive für für die Verwendung der AGB. Viele Unternehmer glauben, die Verwendung der AGB sei nötig oder sogar vorgeschrieben. Andere sind wiederum der Ansicht, AGB gäben einem Internetshop einen seriösen Anschein und es gehöre sich einfach für einen Kaufmann oder Unternehmer.

Viele möchten sich auch gegenüber den Vertragspartnern Vorteile sichern, was bei vielen Klauseln auch erst einmal gut klingt: Ein Vorbehalt, nicht liefern zu müssen, wenn man selbst nicht beliefert wurde, ein Vorbehalt, später oder anders leisten zu müssen als die Bestellung es vorsieht, verlängerter Eigentumsvorbehalt, Gerichtsstand am Geschäftssitz, Haftungsausschluss, keine Gewährleistung bei Versäumnis einer Rügepflicht etc.

AGB können gefährlich sein

Das böse Erwachen kommt dann, wenn sich ein Wettbewerber diese wahllos zusammenkopierten und mit diversen Zusätzen und selbstformulierten AGB ansieht. Wir nehmen eine solche Prüfung regelmäßig im Auftrag unserer Mandanten vor, die gegen unlauteren Wettbewerb vorgehen. Schon in den ersten Minuten lässt sich zuverlässig erkennen, ob es sich um solche AGB handelt oder um anwaltlich geprüfte. Handelt es sich um erstere, sind die rechtswidrigen Klauseln oft zahlreich und lösen Unterlassungsansprüche des Wettbewerbers aus ...

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