USA: Kein Kündigungsschutz für kirchliche Angestellte

Wer sich von einer Kirche anstellen lässt, hat auch in den USA alle Hoffnung auf arbeitsrechtlichen Schutz fahren zu lassen. Der US Supreme Court hat gestern im Fall Hosanna-Tabor sein Urteil gesprochen, über den ich hier schon berichtet habe. Es ist zwar weniger grundsätzlich als erwartet, aber dafür einstimmig ausgefallen, und zwar zu Gunsten der Kirchen.

Die amerikanische Verfassung verbietet im First Amendment dem Kongress, Gesetze über die Etablierung einer Religion zu verabschieden

or prohibiting the free exercise thereof.

Daraus schließt der Supreme Court seit jeher, dass der Staat sich nicht in die Kriterien einmischen darf, nach der die Kirchen ihre Priester auswählen. Die Gesetze, die Diskriminierung am Arbeitsplatz verbieten, enthalten denn auch eine so genannte “ministerial exception”: Die Freiheit der Kirchen, ihre Glaubensbotschaft zu verkünden, schließt auch die freie Auswahl der Leute ein, die das tun. Das hat der Supreme Court jetzt ausdrücklich bestätigt:

Requiring a church to accept or retainan unwanted minister, or punishing a church for failing to do so, intrudes upon more than a mere employment decision. Such action interferes with the internal governanceof the church, depriving the church of control over the selection of those who will personify its beliefs ...

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