Universitäten Kiel und Lübeck: Zukunftsfähige Neuordnung?

Im September noch war die Lösung der Probleme in einem ÖPP-Projekt für Uniklinikum zur Sanierung durch private Investoren gesehen worden. Nun haben die Universitäten Kiel und Lübeck mit ihrer jüngsten Pressemitteilung ein gemeinsames Konzept für – nach ihren Worten - „eine zukunftsfähige Neuordnung der Universitätsmedizin in Schleswig-Holstein vor“.

Sie seien damit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates vom Juli 2011 und den entsprechenden landespolitischen Weichenstellungen nachgekommen.

Mit ihren Vorschlägen reagieren die Universitäten auf die gegenwärtige Situation der schleswig-holsteinischen Universitätsmedizin, d.h. auf eine wirtschaftlich defizitäre Krankenversorgung, einen erheblichen Investitionsstau und die Unterfinanzierung von Forschung und Lehre. Um die Spitzenposition der medizinischen Forschung im bundesweiten Wettbewerb zu erhalten, das Medizinstudium langfristig in der Spitzengruppe deutscher Universitäten zu positionieren und den Investitionsstau, der die Leistungsfähigkeit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung bedroht, so schnell wie möglich zu beseitigen, halten die Universitäten Kiel und Lübeck eine organisatorische Erneuerung der Universitätsmedizin im Lande für erforderlich.

Als Eckpunkte der Neuordnung werden genannt:

1. Entstehung von zwei wissenschaftlich eigenständig agierenden Universitätsmedizinstandorten mit jeweils eigenen Klinika und Vorständen. In den Vorständen wird ein stimmberechtigtes Mitglied für den Bereich Forschung und Lehre verankert, um die vom Wissenschaftsrat als mangelhaft kritisierte Interaktion zwischen Forschung, Lehre und Krankenversorgung zu verbessern.

2. Zusammenfassung der beiden Klinika in einer übergreifenden Holding, um bereits erzielte und künftig erzielbare wirtschaftliche Synergiepotentiale einer standortübergreifenden Zusammenarbeit in den Bereichen Krankenversorgung und Verwaltung zu sichern ...

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