Papier ist geduldig. Aber wenn man dann als Zeuge geladen wird…

In zahlreichen Gerichtsverfahren spielen Arztberichte eine entscheidende Rolle. In einem Verfahren hatte das Gericht nun einen Arzt, der – von dem Versicherer beauftragt – einen mehrseitigen Bericht verfaßt hatte, als Zeugen geladen.

Der Arzt geriet in der Beweisaufnahme ganz schön ins Schwitzen. Seine für den Kläger eher ungünstigen Angaben zu dem Ausmaß der Beeinträchtigungen des Klägers standen auf wackeligen Beinen.

So erkundigte sich das Gericht:

„Wie kamen Sie denn zu den Prozentangaben, welche abgestufte „Berufsunfähigkeit“ von wann bis wann vorgelegen hatte?“

Antwort des Arztes:

„Das war im Wesentlichen eine Schätzung.“

Nachsichtige weitere Frage des Gerichts:

„Und auf welchen tatsächlichen Feststellungen beruhte die Schätzung?“

Antwort des Arztes nach Blättern in den mitgebrachten Unterlagen:

„Auf meinen Erfahrungswerten ...

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