Leise. Nach. Denken.

Manche Tage, manche Themen machen leise. Und zwischen das auch hier mitempfundene Mitgefühl für die Angehörigen, die Betroffenheit von Ereignissen wie den gestrigen haben bei anderen die Diskussionen schon begonnen und werden – nicht zum ersten Mal geführt – fortgesetzt werden. Darum, ob und wie es verhinderbar ist oder gewesen wäre. Und dass es keine absolute Sicherheit gibt. Und das ist – so wenig man möchte, dass anderen derlei geschieht, noch es hören, sehen oder vor allem ganz nah und als Betroffener erleben möchte für sich oder einen Angehörigen – die bedrückende und traurige Wahrheit. Es ist nicht zu verhindern durch Kameraüberwachungen auf Bahnsteigen, in Läden, Ladenpassagen, Flughäfen, öffentlichen Orten und auch nicht in Gerichts- oder Schulgebäuden.

Die Frage bleibt immer, wieviel hilft, wieviel kann, wieviel muss sein?

Die Frage beschäftigte mich nicht erst von Beginn meiner Arbeit als Anwältin an. Sie stellt sich für jeden und von Anfang an im Leben. Aber natürlich hat sie in der Justiz und mit der Justiz eine vermeintlich offenkundigere, naheliegendere Bedeutung. Auch schon zu Beginn meiner Arbeit eine sehr akute.

Meine Arbeit als Anwältin hatte ich im Juli 1992 in einer Schwabinger Kanzlei begonnen (die formale Grundlage dafür neben dem Vertrag ist dabei die eines sog. OLG-bestellten Vertreters), meine formale Zulassung, die Vereidigung war am 7. August 1992.

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, mit denen er oder warum er einen bestimmten Beruf ergreift. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich rund 1 Jahr neben meiner Referendarausbildung in einer kleinen, d.h. „1-RA- Strafrechtskanzlei“ in Regensburg gearbeitet, in der ich u.a. alle 1-2 Wochen nach Straubing gependelt war und 1 Tag lang die Besprechungstermine mit den dortigen Mandanten in der JVA und zT auch solcher im BKH in Straubing in Strafvollzugsangelegenheiten wahrnahm ...

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