Nach zehn Semestern schmiss sie ihr Jurastudium - Fehlende Wissenschaftlichkeit im Jurastudium Grund für hohe Abbruchquote?

Jurabilis! kommentierte zuletzt zur fehlenden Wissenschaftlichkeit des Jurastudiums die Thesen von Prof. Dr. Möllers im Verfassungsblog. Wie es das Leben will, findet sich in der Osnabrücker Zeitung ein passender Artikel aus der Realität
Nach zehn Semestern schmiss Dorothe Hermes ihr Jurastudium � und ist froh darüber
Der Autor berichtet, woran die Studentin gescheitert ist
"Du fängst an, nach Definitionen zu suchen und hinterfragst alles", sagt sie. (...) Dann brach sie ab. Weil man ein Kämpfertyp sein müsse für den Studiengang, sagt sie. (...) Von den ersten vier Klausuren schaffte sie eine. Sie war nicht die Einzige, der es so ging. Die Ersten brachen ab. Hermes machte weiter. Wird schon, sagte sie sich. Doch es wurde nicht. Sie fühlte sich stilistisch eingepfercht in den Gutachten-Stil der juristischen Sprache. Eine eigene Meinung war nicht gefragt. Der Druck nahm zu, von Semester zu Semester. (...)
Diese kurzen Aussagen beschreiben wohl sehr gut die Problematik der Verschulung und Entwissenschaftlichung des Jurastudiums. Das erste Zitat, wonach die Studentin kurz vor dem Staatsexamen nur noch vor sich hin definierte und Probleme suchte ist eigentlich ein gutes Zeichen für Examensreife. Wenn der Student über das wahre eigene Leben die Matrix des Rechts spannt und nicht mehr die einfachen Dinge des Lebens, sondern deren Verrechtlichung wahrnimmt, dann ist sozusagen die Problembewusstseinsroutine gestartet. Wie in dem Kinoklassiker Matrix von 1999 wird die Lebenswirklichkeit nur als ein Konstrukt des Rechts wahrgenommen. Mit Morpheus gesprochen
"If real is what you can feel, smell, taste and see, then 'real' is simply electrical signals law interpreted by your brain."
Mir selbst ging es kurz vor dem 1 ...Zum vollständigen Artikel

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