Verurteilung wegen Totschlags durch Unterlassen rechtmäßig

Drogen werden in unserer heutigen Gesellschaft mittlerweile von vielen als Hilfsmittel zur Flucht vor alltäglichen Problemen konsumiert. Der Drogengenuss wird von den meisten dabei als vollkommen normal angesehen. Doch oftmals handelt es sich nicht um “harmloses” Marihuana, besonders, wenn auf sogenannte Drogenersatzmittel zurückgegriffen wird, kann dies tragisch enden. So auch im zugrundeliegenden Fall, bei dem eine 20-Jährige an einer Überdosis GBL starb.

Totschlag durch Unterlassen

Das Landgericht Trier fand heraus, dass der Beklagte Gamma-Butyrolacton, kurz GBL, als Ersatzdroge zu sich nahm. Er hatte gute Kenntnisse in Bezug auf die Wirkung und die Dosierung dieses Lösungsmittels. Opfer dieses Drogenersatzes wurde eine 20jährige Studentin, die mit dem Beklagten über einen längeren Zeitraum hinweg ein intimes Verhältnis pflegte. Der Angeklagte hat sich schließlich dennoch mit einer Anderen verlobt. Ungefähr eine Woche bevor sich die Tat ereignete, besuchte der Angeklagte das Opfer in dessen Zimmer, wo er sich auch mehrere Tage aufhielt. Am Tatabend beendete der Angeklagte die Beziehung mit der 20-Jährigen, woraufhin diese mit tiefer Verletzung und Verzweiflung reagierte, da der Angeklagte ihre große Liebe war. Aus dieser Verzweiflung heraus, griff sie nach der Flasche, die mit GBL gefüllt war und die der Angeklagte zuvor auf den Tisch gestellt hatte. Die Studentin kam vor diesem Abend nie selbst mit der Ersatzdroge in Berührung, der Beklagte hatte lediglich früher einmal erwähnt, dass sie gefährlich sei. Die Studentin schluckte ungefähr 15 bis 25 ml des Lösungsmittels ...

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