EU-Regierungen planen grenzenlose Ermittlungsmaßnahmen

Ein Richtlinienvorschlag von sieben EU-Regierungen für eine „Europäische Ermittlungsanordnung“ soll die grenzüberschreitende Beschaffung von Personendaten und anderen Beweismitteln ausweiten. Polizei- oder Strafverfolgungsbehörden könnten dann von der Polizei in anderen EU-Staaten die Durchführung von Ermittlungs- und Überwachungsmaßnahmen verlangen, ohne dass diese die verlangte Maßnahme gegebenenfalls noch ablehnen könnte.

Ausländische Beamte könnten fast alle denkbaren grenzüberschreitenden Ermittlungsmaßnahmen in Deutschland anordnen, etwa

die Identifizierung von Internetnutzern mithilfe der IP-Adresse und die Ausforschung der Telefon-, Handy-, E-Mail- und Internetnutzung, die Vernehmung von Personen, die Übermittlung von Polizeiinformationen, z.B. DNA-Daten, Fingerabdrücke, Informationen über Vermögensverhältnisse oder im Fall der Wohnraumüberwachung Daten aus dem höchstpersönlichen Umfeld der betroffenen Personen, die Durchsuchung von Personen, Sachen oder Wohnungen, die Beschlagnahme von Sachen, Telefonüberwachung, Handy-Standortdatenauswertung, Observation, z.B. mit GPS-Wanzen Infiltration mit verdeckten Ermittlern, Überwachung von Bankkonten, erkennungsdienstliche Behandlung, geheimes Fotografieren, Filmen und Abhören, auch in Wohnungen, Rasterfahndung, Computerüberwachung oder -durchsuchung ...Zum vollständigen Artikel

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