Ehrgeiziges Studenten-Start-Up vs. Lebenslauf-Verschönerung

Der Blick der geneigten Leserschar sei auf folgendes Studentenprojekt gelenkt: Student Litigators Nach Lachanfällen reichlich Kopfschütteln stellt sich sofort die Frage: Was soll das?
Student Litigators ist eine studentische Rechtsberatungsgesellschaft, die pro bono - d. h. unentgeltlich - Beratungsaufträge in den Bereichen Konfliktlösung, Vertragsgestaltung, Verhandlungsmanagement und Unternehmensrecht übernimmt. Im Team von Student Litigators agieren Studierende, die noch keine zugelassenen Rechtsanwälte sind und daher auch noch nicht jeden Fall übernehmen können. Die Rechtsberatung erfolgt unter anwaltlicher Anleitung. Wir sind die erste selbständige studentische Rechtsberatungsgesellschaft in Deutschland.
Aha! Gemeinnützige Pro Bono Rechtsberatung leistet Student Litigators. Juristen mit etwas Englischkenntnisse können sicherlich etwas mit dem Begriff Litigation / Litigator anfangen. Aber wie ist das mit der Zielgruppe?
Das Projekt möchte dazu beitragen, dass "Recht haben" und "Recht bekommen" im Alltag von Bürgerinnen und Bürgern näher zusammenrücken. Dies gilt gerade für den "kleinen Mann", der die Kosten anwaltlicher Beratung und die Risiken einer gerichtlichen Auseinandersetzung häufig scheut.
Wird der minimized man kleine Mann bspw. mit seinem Problem im Verhandlungsmanagement im Netz nach Litigators suchen bzw. wissen was damit gemeint ist? Selbst wenn der kleine Mann zugleich Student ist wird er doch eher bei der verfassten Studentenschaft nachfragen... Aber bei einer Kapitalgesellschaft mit 70 Studenten und 4 Anwälten? Gut, das sind alles Nebensächlichkeiten. Bei einer Pro-Bono-Veranstaltung geht es ja nicht um Akquise, oder?
Sie werden dadurch zu Partnern und sollen eigenständig in die Mandatsakquise und die Mandatsarbeit einsteigen ...
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