BVerwG: Ermessensausübung bezüglich Ausweisungsprozess eines Irakers

Wird ein Ausländer aus der Bundesrepublik Deutschland ausgewiesen, so zählen zu dem zugehörigen Entscheidungsfindungsprozess in der Regel auch Ermessenserwägungen der Ausländerbehörde. Wird die Ausweisung überprüft, spielen sie eine Rolle. Das Bundesverwaltungsgericht hatte sich damit auseinander zu setzen, ob sie auch in Betracht gezogen werden, während ein Klageverfahren läuft. In folgendem Fall war das Ermessen wegen der Schwere der Tat nicht früher möglich.

Ermessenserwägungen während des Verfahrens zulässig?

Es geht um einen Iraker, der in Deutschland eine Ukrainerin geheiratet hat. Er hat in der BRD eine Jugendliche im Alter von 15 Jahren vergewaltigt, woraufhin er ausgewiesen wurde. Das Ermessen wurde den Ausländerbehörden nicht eröffnet. Die Schwere der Tat war vorrangig und ausschlaggebend. Das Strafmaß lautete dreieinhalb Jahre Haft. Erst als das Klageverfahren lief, wurde er aber als Flüchtling anerkannt ...

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