Starthilfe für Biomethan und Power-to-Gas: Ein Gesetzgebungsvorschlag

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Biomethan und Power-to-Gas sind zwei der Technologien, mit denen nach dem Willen des Gesetzgebers die Energiewende gelingen soll: Biomethan entsteht in Biomasseanlagen und wird ins Erdgasnetz eingespeist. Und mit Power-to-Gas könnten in Zeiten von Stromüberschüssen und Netzengpässen Wasserstoff bzw. Methan aus der Elektrolyse mit (Wind-)Strom erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Sowohl Biomethan als auch Gas aus der Elektrolyse können gespeichert und bedarfsgerecht eingesetzt werden – auf diese Weise können sie Schwankungen im Stromnetz ausgleichen helfen. Das Erdgasnetz wird mit Biomethan und Power-to-Gas „grüner“. Außerdem stehen Biomethan und Speichergas diversen Anwendungsmöglichkeiten offen – sie können zur Stromerzeugung, Wärmegewinnung und als Kraftstoff verwendet werden.

Das klingt verlockend – aber die Realität sieht anders aus: Die Markteintrittsbarrieren sind erheblich, und die Novellen von Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und Enereuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in 2011 tun nicht annähernd genug, sie so weit zu senken, dass diese beiden Technologien durchstarten können.

Wie groß die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Biogaseinspeisung ist, wird besonders deutlich in den Zielen, die sich Deutschland hierfür gesetzt hat. Von dem in der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) festgelegten Ausbauziel für 2020 von 6 Milliarden Kubikmetern jährlich wurden in 2010 lediglich etwa 5 Prozent erreicht.

Die bestehenden Regelungen für die Biogaseinspeisung sind nicht falsch – aber sie sind kompliziert und machen den zweiten Schritt vor dem ersten. Biogas wird in EEG, Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erst am Ende der Wertschöpfungskette gefördert. Das macht dann Sinn, wenn sich die Marktstrukturen bereits herausgebildet haben – bislang fehlen diese aber ...

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