Jahreslese: Juristische Bücher 2011

Es gehört zu den Ritualen des Jahreswechsels: pünktlich kurz vor Weihnachten werden die Leser der beiden einflußreichsten deutschsprachigen Zeitschriften für die juristische Theorie und Praxis zur Erweiterung ihrer juristischen Allgemeinbildung aufgerufen, vgl. NJW 2011, 3557 und JZ 2011, 1157.

“Angesichts der zunehmenden Spezialisierung der beruflichen Tätigkeit, der immer weiter wachsenden Informationsfülle und des immer hektischeren Dranges der Geschäfte” ist das in der Tat ein Desiderat. Eine Leseempfehlung versammelt darum “Juristische Bücher des Jahres”, alljährlich ausgewählt von einem erlesenen Kreis belesener Professoren der Rechtswissenschaft – in diesem Jahr Horst Dreier (Würzburg), Nils Jansen (Münster), Claus Kress (Köln), Michael Pawlik (Regensburg), Karsten Schmidt (Hamburg), Uwe Volkmann (Mainz) und Reinhard Zimmermann (Hamburg).

In diesem Jahr stehen fünf historische Bücher auf der Leseliste. In Krisenzeiten verspricht der Blick in die Vergangenheit Orientierung – ein Phänomen, das sich in den vergangenen Jahren bereits in der Völkerrechtswissenschaft beobachten ließ. Mitunter sorgt die Geschichte aber auch für produktive Irritationen. Bei der Lektüre der empfohlenen Bücher ist der Leser davor nicht gefeit, und darf zudem mit einem Lesevergnügen rechnen.

Mit großem Lob bedacht wird Florian Meinels Forsthoff-Biographie, die Michael Stolleis soeben in der “Juristenzeitung” beeindruckt rezensiert hat. Über dieses ungemein kluge Buch wäre viel zu sagen, das aber tun wir anderswann, andernorts.

Entlang einer völkerrechtshistorischen Geschichte der Piraterie entfaltet der Konstanzer Historiker Michael Kempe ein Panorama der internationalen Beziehungen, das Reflexionen über das Verhältnis von Recht und Politik provoziert ...

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