“Geben Sie mir mal das Aktenzeichen”

In einem Ermittlungsverfahren wird die Frage zu klären sein, ob der Beschuldigte sich im Besitz von Gegenständen befunden hat, die der Gesetzgeber nicht in den Händen von Menschen sehen will, die hierzu keine Erlaubnis haben. Heute morgen ruft der Mandant an und informiert seinen Anwalt über eine Hausdurchsuchung – bedauerlicherweise nachdem diese stattgefunden hat. Er bittet darum, alles in die Wege zu leiten, auch hat sich für morgen noch ein Beamter angekündigt, der den Mandanten zu der Sache befragen will. Gefunden wurde bei der Hausdurchsuchung nichts, sagt der Mandant.

Damit man anwaltlich loslegen kann, wäre ein Aktenzeichen hilfreich. Dieses steht zum Beispiel auf dem Durchsuchungsbeschluss, aus dem man unter anderem auch den Sachbearbeiter, die ermittelnde Staatsanwaltschaft und alles weitere erfahren kann.

Der Polizeibeamte hat jedoch den Beschluss nur vorgezeigt, dann wieder in seiner Aktenmappe verstaut und ihn mitgenommen. Dies beschert uns nunmehr eine knapp einstündige Ermittlungsarbeit.

Bei der Staatsanwaltschaft am Wohnort ist von einer Durchsuchung gar nichts bekannt, man kennt den Vorgang dort nicht. Der zuständige Ermitlungsrichter weiß auch nichts. Die Kriminalpolizei hat auch nicht ermittelt ...

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