Titten, Techno und Trompeten: Best of Deutscher Werberat

Streiten sich Wettbewerber über unlautere Werbung, kommen dabei meist die harten Bandagen zum Einsatz, sei es außergerichtlich oder gerichtlich.

Werbung kann jedoch nicht nur Mitbewerber beeinträchtigen, sondern auch vom Adressaten der Werbung als kritiwürdig empfunden werden. Für solche Beschwerden hat der Deutsche Werberat ein offenes Ohr. Der Werberat stellt eine Selbstregulierung der Werbewirtschaft da und soll ein “geordnetes Werbeverhalten” wahren:

“Verbraucher sollen sich auch dann gegen Inhalte und Formen von Werbung wehren können, wenn Anzeigen, Spots, Plakate oder Online-Werbemittel rechtlich nicht zu beanstanden sind, aber als kritikwürdig empfunden werden. Diese Funktion erfüllt der Deutsche Werberat mit dem Angebot des Konfliktmanagements zwischen Verbrauchern und Unternehmen bei Werbemaßnahmen und durch Erarbeitung freiwilliger Regeln für die Werbung vor allem in besonders sensiblen Schutzbereichen.”

Der Werberat ist dann so etwas wie der väterliche Freund, der die Unternehmen mahnt, eine bestimmte Werbung zu ändern oder einzustellen. Die größte Waffe im Arsenal des Werberats ist die “öffentliche Rüge”. Diskrimierungen stellen das zentrale Beschwerdemotiv dar. Welche Werbungen der Werberat prüft, kann man in in den beispielhaften Fällen oder den Pressemitteilungen nachlesen, z. B. diesen:

“Der Deutsche Werberat hat den Heilbronner Friseur Volker Gogel-Beck öffentlich wegen Frauen erniedrigender Werbung auf einem Großplakat gerügt. Die Firma macht für ihr Handwerk mit der Abbildung einer mit dem Rücken zum Betrachter stehenden halbnackten Frau in Reizwäsche aufmerksam: Vor ihren gespreizten Beinen sitzt ein Mann, der die Frau süffisant lächelnd fragt: “Neue Frisur, Schatz?” ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK