Eigentumsstreit um Majoliken-Teller

Das Land Niedersachsen hat den Rechtsstreit um die drei Majoliken-Teller verloren. Nach dem Urteil des Landgerichts Braunschweig ist nicht das Land Niedersachsen als Träger des Herzog-Ulrich-Museums Eigentümer der wertvollen Teller, sondern ein Kunsthändler:

Der Kunsthändler sah sich als Eigentümer, da er bei einer Kunstauktion des Auktionshauses Breitschuh in Quedlinburg 2010 die drei Majoliken-Teller für über 300.000,00 € erworben habe. Ein Privatmann habe im Jahr 2010 dem Auktionshaus Breitschuh die Majoliken angeboten und daraufhin seien diese in die Auktion mit aufgenommen worden. Der Privatmann habe diese Majoliken von seinem Vater im Jahr 1998 geschenkt bekommen, nachdem dieser seinerseits die Majoliken-Teller im Jahr 1963 von seiner Ehefrau bzw. deren Eltern geschenkt bekommen hatte. Die Ehefrau und deren Eltern hätten im Jahr 1963 die Majoliken-Teller bei einer Antiquitätenhändlerin aus Leipzig gekauft.

Das Herzog Anton-Ulrich Museum hatte in einem Zeitungsartikel und E-Mails behauptet, Eigentümer der drei Majoliken-Teller zu sein und bestritt den Vortrag des Klägers zu den Erwerbsvorgängen. Ferner berief sich das Herzog Anton-Ulrich Museum darauf, dass wegen der sichtbaren Signaturen auf der Rückseite der Majoliken und wegen Registrierung der Teller als vermisst auf der Internetseite www.lostart.de ein gutgläubiger Erwerb ausgeschlossen gewesen sei.

Mit der Feststellungsklage hat der Kunsthändler die Klärung der Eigentumsverhältnisse begehrt ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK