Robenpflicht oder Robenrecht?

Vor kurzem erst begann Prof. K. eine seiner „Geschichten aus dem Juristenleben“ (um die Vorlesung etwas aufzulockern) mit dem Satz:
Früher, als Referendar, war ich ja immer sehr ordentlich gekleidet.
Dass schon unter den Jurastudenten ein gewisses Overdressing eher die Regel als die Ausnahme ist, wird uns ja von anderen Fachbereichen gerne nachgesagt. Und später trägt man dann über Anzug und Krawatte noch ein altertümliches (i.d.R.) schwarzes Stoffungetüm - die Robe. Warum jetzt auch das noch? Inzwischen nicht nur durch den Robenblog weithin bekannt ist die durchaus kurzweilige Order Friedrich Wilhelms I. zur Einführung der juristischen Berufskleidung:
Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man diese Spitzbuben schon von weitem erkennen und sich vor ihnen hüten kann.
Auch durch die zahlreichen Jurablogs ist dem geneigten Lesen inzwischen eine Fülle von Informationen zugeführt worden, wann eine Robe nicht mehr getragen werden müsse/dürfe. Was ist nun eine Robe? Laut Duden wäre das ein „festliches langes Kleid, das nur zu besonderen Anlässen getragen wird“. Wikipedia beschreibt die Robe dagegen sehr viel anschaulicher als „festlich-gravitätische Kleidungsstücke von sehr unterschiedlicher Form und Zweckbestimmung“ und darunter insbesondere „weite, mantelartige Gewänder, die in vielen Staaten der Welt als Amtstracht von Juristen, Hochschullehrern und Klerikern getragen werden“. Da sind sie ja schon, die Juristen. Das Wort Robe selbst stammt im Übrigen aus dem Französischen und ist verwandt mit dem deutschen Raub. Eine Robe wäre demnach ein „dem Feind entrissenes Kleidungsstück“. Mit dem Faustrecht müssen wir uns zweifellos noch in einem anderen Beitrag beschäftigen. Roben gibt es nun in vielerlei Ausführungen ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK