Konfliktmanagement tut not!

Vor kurzem hatte ich bereits auf den Blogbeitrag des Handelsvertreter Blogs hier hingewiesen. Dort wird von einer Richterin beim Arbeitsgericht hingewiesen, der es in einer Sitzung gelang, einen offenbar für alle befriedigenden Vergleich auszuhandeln und zwar mit mediativen Mitteln und Techniken.

Hintergrund war folgender:

Seit Jahren fühlte sich die Mandantin schlecht behandelt, nahezu terrorisiert. Sie musste in einem dunklen kalten Raum arbeiten, war isoliert von den Kollegen und bekam Aufgaben zugewiesen, die sie nicht nachvollziehen konnte. Auf mündliche Anfragen reagiert ihr Vorgesetzter nicht mehr. Schließlich erfolgten ausschließlich schriftliche Eingaben und auch diese wurden nicht beantwortet. Dann kam es zur Klage seitens der Mitarbeiterin. Anschließend erfolgte eine kurzzeitige Krankmeldung, dann die fristlose Kündigung. Beide Parteien ließen sich inzwischen von Anwälten vertreten, die energisch ihre Standpunkte austauschten und entsprechend “forsch” formulierten.

Dies zeigt, wohin ein fehlendes Konfliktmanagement im Unternehmen führen kann (und wohl auch in vielen Unternehmen führt, wenn auch nicht so krass wie hier geschildert). Die deutschen Unternehmen verbrennen hier doch buchstäblich Geld in erheblichem Umfang. Darüber gibt es mittlerweile auch Untersuchungen. Leider kann man das wahre Ausmaß der Geldvernichtung durch schlechtes oder fehlendes Konfliktmanagement im Unternehmen nur schätzen, da es derzeit nur ansatzweise Werkzeuge gibt, die es erlauben, Konfliktkosten im Unternehmen zu messen.

Kosten entstehen zum einen dadurch, dass von Konflikten betroffene Mitarbeiter einen Teil der Arbeitskraft diesen Konflikten widmen und zwar auf Dauer, wenn die Konflikte nicht bearbeitet werden. Aber nicht nur die direkt betroffenen Mitarbeiter sondern auch deren Kolleginnen und Kollegen und die Vorgesetzten werden in der Regel einen Teil ihrer Arbeitszeit auf den Konflikt verwenden ...

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