Anschlussinhaber haften ohne WLAN Erst-Recht!

Eigener Leitsatz:

Es spricht eine tatsächliche Vermutung dafür, dass die Anschlussinhaberin für die Rechtsverletzung verantwortlich ist, wenn feststeht, dass die Verletzung über ihren Anschluss erfolgte. Sofern der Internetzugang mittels eines Kabels und nicht mittels eines WLAN-Netzwerks erfolgte, gilt die tatsächliche Vermutung für die Verantwortlichkeit des Anschlussinhabers erst recht.

Amtsgericht München

Urteil vom 23.11.2011

Az.: 142 C 2564/11

1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin EUR 651,80 zuzüglich Zinsen hieraus in Höhe- von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit 05.11.2010 zu bezahlen. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 2. Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Beklagte kann die Vollstreckung durch Leistung einer Sicherheit in Höhe von 110 % des zu vollstreckenden Betrages abwenden soweit die Klägerin nicht zuvor Sicherheit in Höhe von 110 % des vollstreckbaren Betrages leistet. Tatbestand

Die Parteien streiten uni Aufwendungs- und Schadensersatz wegen unerlaubter Verwertung ei¬nes urheberrechtlich geschützten Filmwerkes innerhalb einer Internettauschbörse. Die Beklagte war am 04.01.2010 Inhaberin eines Internetanschlusses. Die Klägerin ist Inhaberin umfassender ausschließlicher Nutzlands- und Verwertungsrechte zur Vervielfältigung, Verbrei¬tung und öffentlicher Zugänglichmachung an dem Filmwerk "I �", Welches erstmals am 23.10.2009 veröffentlicht wurde. Auf Anlage K1 wird Bezug genommen. Zur Feststellung von Urheberrechtsverletzungen im Internet in der Internettauschbörse eDonkey2000 beauftragte die Klägerin die M � GmbH, die ihrerseits die Analyse und Protokollierungssoftware "F � " benutzte. Am 19.02.2010 mahnte die anwaltlich vertretene Klägerin die Beklagte ab, weil sie am 04.01 ...

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