Minderjähriger am letzten Tag der Probezeit gekündigt – Bundesarbeitsgericht bestätigt Rechtmäßigkeit

Gesetzlich ist eine Kündigung während der Probezeit jederzeit sowohl von Seiten des Ausbildenden als auch von Seiten des Auszubildenten nach § 22 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) möglich. Im folgenden Fall geht es um einen minderjährigen Auszubildenden, der am letzten Tage seiner dreimonatigen Probezeit gekündigt wurde und darum, ob das Kündigungsverfahren ordnungsgemäß von statten ging.

Verreiste Rechtsvertreter können Kündigung der Tochter erst später lesen

Konkret musste bezüglich des Auszubildenden darauf geachtet werden, dass seine Kündigung innerhalb der Probezeit erfolgt und nicht danach, womit § 22 Abs. 1 BBiG befolgt wird. Die Minderjährigkeit des Auszubildenden hat zur Folge, dass § 106 BGB greift, der besagt, dass Jugendliche unter 18 Jahren nur bedingt geschäftsfähig sind. Die Kündigung kann daher nach § 131 Abs. 2 BGB nur wirksam werden, wenn seine gesetzlichen Vertreter, in diesem Falle die Eltern, miteinbezogen werden. Sie müssen die Kündigung erhalten. “Erhalten” heißt hier, dass sie in deren Briefkasten aufzufinden sein muss ...

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