Hartz-IV-Risiko – Alles eine Frage der Statistik

Ein interessanter Artikel unter der Überschrift „Hartz-IV-Risiko so gering wie noch nie“ kann man bei Reuters nachlesen. Ausweislich des Artikels tritt die Bundesregierung der Aussage entgegen, dass immer mehr Arbeitslose in den Grundsicherungsbereich des SGB II abrutschen. Im Klartext: Nach dem Ende der Beschäftigung erhalten immer weniger Menschen ALG I, sie landen gleich im SGB II. Hierzu heißt es zunächst:

Niemals sei das Risiko geringer gewesen, arbeitslos in der Grundsicherung zu sein, erklärte das Arbeitsministerium am Donnerstag. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung sei im November mit 1,9 Millionen auf dem niedrigsten Stand seit Einführung des Arbeitslosengeldes II im Jahr 2005 gewesen. Zudem hätten in den zurückliegenden zwölf Monaten 920.000 Hartz-IV-Arbeitslose eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt gefunden. Dies seien deutlich mehr gewesen, als die 737.000 Zugänge von Arbeitslosen aus einer Beschäftigung im gleichen Zeitraum.

Quelle

Die Hervorhebung im Artikel erfolgten diesseits. Bei der Zahl der Arbeitslosen scheint es interessant, mal zu fragen, wer HartzIV bekommt und trotzdem nicht als arbeitslos gilt. Hierbei handelt es sich um

1.

- Peronen, die wöchentlich mindestens 15 Stunden sozialversicherungspflichtig arbeiten (Aufstocker), diese sind arbeitssuchend

2.

- Personen, die aufgrund eines Kindes unter 3 Jahren, Pflege eines Angehörigen etc. daheim sind (§ 10 SGB II)

3.

- Personen, die eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt haben; diese sind arbeitssuchend

4.

- Personen, die sich in einer Weiterbildungsmaßnahme befinden; diese sind arbeitssuchend

5.

- Personen, die einen Ein-Euro-Job machen; diese sind arbeitssuchend …

(…kann beliebig fortgesetzt werden) ...

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