Haftung des Anschlussinhabers für Filesharing trotz mangelndem eigenen PC

In einem kuriosen Fall vor dem Amtsgericht München verurteilte das Gericht die Inhaberin eines Internetanschlusses im Rahmen der Störerhaftung auf Zahlung der dem Rechteinhaber enstandenen Abmahnkosten, obwohl Erstere selbst gar keinen eigenen PC mehr besaß.

Über ihren Anschluss wurde ein “Hooligan”-Film angeboten, wobei nicht ersichtlich ist, ob es sich bei dem Anschluss der Rentnerin um einen WLAN-Anschluss oder einen “Kabel”-Anschluss handelte. Jedenfalls gab die Beklagte vor dem Gerichtsverfahren eine Unterlassungserklärung ab, jedoch weigerte sich, die dem Rechteinhaber entstandenen Abmahnkosten zu bezahlen. Daher beschritt Letzterer den Rechtsweg. Und zwar mit Erfolg.

Das Amtsgericht München (Urteil vom 23.11.2011 – Az.: 142 C 2564/11) verurteilte die Rentnerin – obwohl sie selbst keinen PC mehr vorhielt, sondern nur noch den Internetanschluss hatte , dessen Vertragsverhältnis zwar bereits gekündigt war, aber aufgrund der zweijährigen Vertragslaufzeit noch lief – zur Zahlung der entstandenen Abmahnkosten ...

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