Mediationsgesetz beschlossen

Ein Gesetz, das der Bundestag einstimmig beschließt, ist schon eine Seltenheit. So geschehen in der vergangenen Woche, als das „Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung“ beschlossen wurde. Folgende wesentlichen Punkte sind darin geregelt:

Die bereits an unzähligen Gerichten durchgeführten Pilotprojekte richterlicher Mediation werden als solche eingestellt (§ 1 Abs. 1 Mediationsgesetz). Stattdessen wird ein erweitertes Güterichtermodell eingeführt. Der Unterschied liegt darin, dass die Güterichter – anders als Mediatoren – ihrem Beruf als Richter entsprechend Lösungsvorschläge unterbreiten können.

Die Qualität der Ausbildung von Mediatoren soll verbessert und die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ gesetzlich verankert werden (§ 2 Abs. 5 MediationsG). Das Bundesministerium der Justiz erhält die Ermächtigung, per Rechtsverordnung rechtliche Standards hierfür einzuführen (§ 6 MediationsG). Als Mindestdauer einer Ausbildung zum zertifizierten Mediator werden 120 Stunden vorgeschlagen.

Weiterhin werden Mediatoren verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass die im Mediationsverfahren getroffene Abschlußvereinbarung juristisch überprüft werden kann (§ 2 Abs. 6 MediationsG) ...

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