Zertifizierte Mediatoren nach dem Mediationsgesetz

Das neue Mediationsgesetz (richtig: Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung) ist bekanntlich am 15.12.2011 vom Bundestag einstimmig (Konsens, wie es sich für ein Mediationsgesetz gehört) verabschiedet worden.

Eine wesentliche Änderung gegenüber dem Regierungsentwurf betrifft die Ausbildung zum Mediator. Der Regierungsentwurf hatte sich noch damit begnügt, dass der Mediator in eigener Verantwortung durch geeignete Ausbildung und eine regelmäßige Fortbildung sicherstellt, dass er über theoretische Kenntnisse sowie praktische Erfahrung verfügt, um die Parteien in sachkundiger Weise durch die Mediation führen zu können.

In der nun verabschiedeten Fassung wird hierzu ergänzt, dass eine geeignete Ausbildung vor allem folgende Inhalte vermitteln soll:

Kenntnisse über Grundlagen der Mediation sowie deren Ablauf und Rahmenbedingungen,

Verhandlungs- und Kommunikationstechniken,

Konfliktkompetenz,

Kenntnisse über das Recht der Mediation sowie über die Rolle des Rechts in der Mediation sowie

praktische Übungen, Rollenspiele und Supervision.

Wer eine solche Ausbildung, deren Inhalte durch eine gesonderte Rechtsverordnung geregelt werden sollen, mit Erfolg absolviert hat, kann sich dann als zertifizierter Mediator bezeichnen.

Folgerichtig wurde nun auch in einem neuen § 6 des Gesetzes eine entsprechende Verordnungsermächtigung aufgenommen ...

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