Nachbarn müssen pupsende Schweine dulden

Pupsen Schweine nach einer Zwiebelmahlzeit, muss dies noch keine unzulässige Geruchsbelästigung darstellen. Auch wenn die Tiere wöchentlich mehrere Kubikmeter Zwiebeln zu fressen bekommen, müssen menschliche Nachbarn dies vermutlich dulden, entschied das Verwaltungsgericht Osnabrück in zwei am Mittwoch, 21.12.2011, bekanntgegebenen Eilbeschlüssen (AZ: 2 B 15/11, 2B 20/11).

Im konkreten Fall hatten sich Nachbarn eines Landwirts über eine besonders starke Geruchsbelästigung wegen der Haltung von rund 1.500 Schweinen beschwert. Der Landwirt verfüttere wöchentlich an seine Tiere mehrere Kubikmeter unbehandelter Zwiebeln – und das schon seit 14 Jahren. Gegen die auf diese Weise entstehenden schweinischen Verdauungsgase sollte die Stadt Osnabrück vorgehen.

Diese verbot die deftige Schweinemahlzeit und drohte dem Landwirt ein Zwangsgeld in Höhe von 2.500,00 € an, falls dieser doch weiter die Zwiebeln verfüttert. Die Stadt begründete ihre Entscheidung damit, dass laut Baugenehmigung für den Schweinestall „geruchsintensive Futtermittel, z. B. Küchenabfälle“ nicht verwendet werden dürfen ...

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