Das LAG Köln und der gelbe Schein

Von der Entscheidung des LAG Köln, dass der Arbeitgeber die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits am ersten Tag der Erkrankung verlangen kann, auch ohne dies näher zu begründen (Urteil vom 14.09.2011 - 3 Sa 597/11), wurde in der juristischen Bloggerwelt ja schon an einigen Stellen berichtet, nämlich hier: http://www.rechtsanwalt-arbeitsrecht-berlin.com/2011/12/14/lag-koln-arbeitgeber-kann-die-au-bescheinigung-vom-ersten-tag-der-krankheit-verlangen/ http://www.kanzlei-blaufelder.com/wenn-der-chef-den-gelben-zettel-sofort-sehen-mochte/ http://www.rechtslupe.de/arbeitsrecht/aerztliches-attest-am-1-krankheitstag-336145 http://www.juraexamen.info/lag-koln-arbeitsunfahigkeitbescheinigung-ab-erstem-krankheitstag/

Zum Sachverhalt will ich mich hier gar nicht großartig auslassen, da dieser für sich genommen schon geeignet wäre, das Verlangen des Arbeitgebers zu rechtfertigen. Das würde da auch dann gelten, wenn man – wie einige Stimmen in der juristischen Literatur – eine Billigkeitsüberprüfung vornehmen wollte. Mal ganz ehrlich: wenn man erst einen Dienstreiseantrag stellt und dann just an dem Tag krank ist, für den einem eben diese Dienstreise abgelehnt wurde … nun ja …

Drauf kommt es für das LAG Köln allerdings gar nicht an, weil es eh meint, für das Verlangen des Arbeitgebers auf Vorlage des Gelben Scheines gar nicht an, weil der Arbeitgeber das eben einfach verlangen könne und es einer weiteren Überprüfung etwaiger Gründe dafür gar nicht mehr bedürfe ...

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