Rezension Strafrecht: Jugendschutzrecht

Liesching / Schuster, Jugendschutzrecht, 5. Auflage, C.H. Beck 2011 Von RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Das Jugendschutzrecht beschränktsich nicht nur auf ein Gesetz, sondern unter diesem Stichwort muss derPraktiker assoziativ an etliche Normen denken, die im konkreten Falleinschlägig sein können. Diese zusammenzutragen und zu kommentieren hat sichder vorliegende Kommentar zur Aufgabe gemacht und bewerkstelligt dies aufangenehm kompakten ca. 700 Seiten. Neben dem JuSchG findet der Leser so auchAusführungen zum Rundfunkstaatsvertrag (RStV), zumJugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und zum StGB, dazu diverse Anhänge wiedie Grundsätze der freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) oder dieJugendschutzrichtlinie. Die Gestaltung des Kommentars istlesefreundlich, insbesondere durch den effektiven Einsatz von Hervorhebungen.Die Hinweise auf Rechtsprechung und Literatur sind zwar in den Text integriert,sind aber in maßvoller Zahl vorhanden. Korrelierend erfreulich ist vor allemder erzählende Stil der Kommentierung, die auch im Fall des Erstzugriffs einerasche Aufnahme der Problemkonstellationen erlaubt. Ein Schwerpunkt des Kommentarsund der ihm zugrunde liegenden Gesetze ist der Schutz von Kindern undJugendlichen vor bestimmten Medien und ihren Inhalten. Dabei verschwimmen dieGrenzen zwischen allgemeinem öffentlichen Recht und den Rechtsfolgen imBußgeldrecht und Strafrecht bisweilen, sodass man die kompetente und insoweitauch fachübergreifende Darstellung der Autoren gut für den eigenenWissenszuwachs nutzen kann. Abgerundet wird der praktische Ansatz desKommentars durch immer wieder eingeschobene Hinweise auf mögliche prozessualeSituationen. Aber auch Essentialia wie die Begriffsbestimmungen, so zu sehenbei der Beschreibung von Trägermedien und Telemedien in § 1 JuSchG, Rn. 15 ff ...Zum vollständigen Artikel


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