Was bedeutet Zugewinngemeinschaft?

Die Zugewinngemeinschaft ist der so genannte gesetzliche Güterstand. Wenn Sie heiraten und nicht zum Notar gehen, leben Sie während der Ehe in diesem Güterstand.

Vielfach wird angenommen, dass alles, was Sie dann während der Ehe anschaffen oder an Vermögen erwerben, beiden Eheleuten gehört. Dies ist aber nicht der Fall. Die Zugewinngemeinschaft kommt überhaupt nur dann zum Tragen, wenn Sie sich scheiden lassen.

Dann wird das Anfangsvermögen AV (am Tag der Heirat) von Mann und Frau*** mit dem Endvermögen EV (am Tag der Zustellung des Scheidungsantrags an den anderen Ehepartner) verglichen und die Hälfte der Differenz des Zugewinns (während der Ehe erwirtschaftetes Vermögen von Mann und Frau) ausgeglichen. Das Anfangsvermögen kann (anders als früher) auch negativ sein, weil Schulden, die bei der Eheschließung vorhanden sind, abzuziehen sind.

Ein Beispiel zum Zugewinnausgleich:

AV Er: 10.000 Sie: 20.000 EV Er: 40.000 Sie: 60.000 Zugewinn Er: 30.000 Sie: 40.000

Hier hat sie während der Ehe einen um 10.000 höheren Zugewinn als er erwirtschaftet und muss an ihn die Hälfte, also 5.000, auszahlen ...

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