Schweizerischer Bundesrat veröffentlicht Bericht über die Evaluation des Bundesgesetzes über den Datenschutz

Das seit fast 20 Jahren existierende Bundesgesetz über den Datenschutz (Datenschutzgesetz) wurde erstmals einer umfassenden Evaluation unterzogen. Ziel dieser Analyse war es, das Gesetz auf seine Wirksamkeit hin zu untersuchen.

Kernaussagen der Evaluation

Der Bundesrat hat in seinem Evaluationsbericht befunden, dass das Datenschutzgesetz mit seinen Schutz- und Durchsetzungsmechanismen eine spürbare Schutzwirkung erzielen konnte. Allerdings betrifft diese Feststellung dem Bericht zu Folge in erster Linie Herausforderungen, die bereits zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Datenschutzgesetzes bestanden haben.

Die Bedrohungen für den Datenschutz aufgrund der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen haben jedoch – hierauf deuten die Befunde der Evaluation hin – seither zugenommen. Deshalb sei zu prüfen, inwieweit die datenschutzrechtliche Gesetzgebung an die gewandelten Verhältnisse angepasst werden muss.

Datenschutzrechtlich relevante Entwicklungen und Herausforderungen

Bei diesen neuen Herausforderungen für den Datenschutz stehen nach den Feststellungen des Bundesrates vor allem vier Entwicklungen im Vordergrund:

Das Maß an Datenverarbeitungen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Hieraus resultiert grundsätzlich ein erhöhtes Missbrauchspotential. Auch eine Zunahme von Datenverarbeitungen lässt sich verzeichnen, die als solche noch nicht einmal für Außenstehende erkennbar sind. Derartige intransparente Bearbeitungen erschweren den Schutz und die Kontrolle durch den Betroffenen selbst und durch Aufsichtsstellen. Insbesondere durch das Internet kann außerdem eine zunehmende Zahl an privaten Datenbearbeitenden und an grenzüberschreitender Agitation festgestellt werden. Hierdurch sind die Datenverarbeitenden nur erschwert greifbar. Im Zeitalter des Internets und der zunehmenden Digitalisierung ist es oftmals schwierig, einmal bekannt gegebene Daten zu kontrollieren ...Zum vollständigen Artikel

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