Rezension Strafrecht: Psychologie der Zeugenaussage

Arntzen, Psychologie der Zeugenaussage, 5. Auflage, C.H. Beck 2011 Von RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Gerichtspsychologie ist spannend,sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Trotzdem wird man in Lehrbüchernwie diesem nicht einfach so schmökern können, sondern muss das Gelesene mit derPraxis verknüpfen, sei es in einer Referendarstation oder im Strafprozessselbst. Knapp 150 eng bedruckte Seiten voller Wissen erwarten den Leser undfordern einiges an Konzentration und Lernbereitschaft von ihm. Einleitend werden kurz dieMethodik der Aussagepsychologie und eine allgemeine Kriteriologie derGlaubhaftigkeit von Zeugenaussagen vorgestellt, wobei die Komplexität undWechselwirkung der Kriterien untereinander besonders betont wird. Danach widmetsich der Autor den speziellen Eigenarten von Zeugenaussagen, die zuGlaubhaftigkeitsmerkmalen werden können. In Urteilen besonders häufig zu findenist dabei der Rückgriff auf den Detailreichtum einer Aussage sowie die Konstanzeiner Aussage, beide Bereiche finden auch in der vorliegenden Darstellung eineentsprechend große Beachtung. Ein weiteres lesenswertes Unterkapitel beinhaltetdas Problem der Objektivität der Zeugenaussage, denn nichts relativiert eineAussage so sehr wie die Kenntnis um die Motivation des Aussagenden in deraktuellen Situation ...Zum vollständigen Artikel


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